Test in der Praxis • LensARTed

Sigma 24-70 mm f/2,8 DG DN II Art

Praxistest im Einsatz

Eine kurze Bewertung basierend auf der Verwendung im Alltag: Porträt/Detail/Außenaufnahmen. Keine Tabellen oder Grafiken – nur konkrete Schlussfolgerungen aus den Bildern.

System: Sony E Gehäuse: Sony A7RV und A7 III Testdauer: 3 Wochen Autor: Grzegorz Król – lensarted.com

Warum 24–70 mm f/2,8?

In der Praxis ermöglicht Ihnen der Bereich von 24 bis 70 mm, die gesamte Geschichte ohne Objektivwechsel festzuhalten: von weitwinkligen Kontextaufnahmen über Reportageaufnahmen „mitten im Geschehen“ bis hin zu natürlichen Porträts bei 70 mm. Bei meiner letzten Sitzung musste ich nicht auf das 28-105-mm-Objektiv zurückgreifen, das ich normalerweise verwende – dieser Bereich deckte meine Anforderungen vollständig ab.

Zweck des Tests: Überprüfen, ob dieses Objektiv wirklich vielseitig und lichtstark genug für den täglichen Gebrauch ist.

Erste Eindrücke

  • 24 mm: Weitwinkel ohne aggressive Verzerrung – gut kontrollierte Geometrie in Architektur und Innenräumen
  • 35–50 mm: Arbeitsbereich der Reportage – schnelle Reaktion ohne Objektivwechsel
  • 70 mm: natürliche perspektivische Kompression und Porträt ohne Gesichtsverzerrung
  • AF: Schnell, leise und wiederholbar – keine Probleme bei schlechten Lichtverhältnissen oder dynamischen Szenen
  • Minimale Fokussierentfernung: 17 cm – ermöglicht Ihnen, fast wie mit einem „Quasi-Makroobjektiv“ zu arbeiten.

Ausrüstung im Rahmen

Ein paar Aufnahmen „zum Kontext“: Wie sieht das Set in der Praxis aus und wie sieht das Objektiv selbst aus?

Sigma 24-70 mm f/2,8 DG DN II Art an einem Sony-Gehäuse – Kit-Maßstab, Balance und Ergonomie im praktischen Einsatz.
Sigma 24-70 mm f/2,8 DG DN II Art – Objektivansicht und Konstruktionsdetails (Informationsfeld mit vertikal positioniertem Objektiv)
Sigma 24-70 mm f/2,8 DG DN II Art – Objektivfront und Glasskala. Unverwechselbares optisches Design.
Sigma 24-70 mm f/2,8 DG DN II Art – Objektivansicht und Konstruktionsdetails (Informationsrahmen, horizontale Objektivansicht).

Klicken Sie auf das Foto, um es zu vergrößern.

Ergonomie und Verarbeitung

Ich habe das Objektiv mit zwei Kameragehäusen getestet: der Sony A7R V und der A7 III. In beiden Fällen scheint das Set perfekt optimiert zu sein, ist leicht und vermittelt das Gefühl, eine hochwertige Ausrüstung mit einem idealen Brennweitenbereich für den täglichen Gebrauch zu besitzen.

Der Fokusring und der Blendenring lassen sich mit einem deutlichen, klar wahrnehmbaren Klicken bedienen. Auch ohne den Blick vom Sucher abzuwenden, lassen sich Einstellungen schnell und präzise vornehmen, was bei Hochzeitsreportagen und dynamischer Fotografie entscheidend ist. In solchen Situationen zählen Bruchteile von Sekunden – hier hilft die Ergonomie wirklich dabei, Emotionen und entscheidende Momente einzufangen.

Ein weiterer Vorteil sind die Schalter, mit denen Sie den Klickmodus des Blendenrings (De-Klick) und die Zoomverriegelung ändern können. Diese Lösungen zeigen deutlich, dass das Objektiv für die anspruchsvollsten Anwender entwickelt wurde.

Am Objektivtubus befinden sich zwei programmierbare Tasten, die sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Ausrichtung bequem zu bedienen sind. Ihnen können Sie die am häufigsten verwendeten Funktionen zuweisen (z. B. Eye AF, Fokussperre oder AF-Modusumschaltung), was Ihre Arbeit erheblich beschleunigt und Ihnen die volle Kontrolle über den Bildausschnitt ermöglicht, ohne dass Sie die Kamera anders halten müssen.

In der Praxis verwende ich eine Taste, um Eye AF schnell zu aktivieren, und die andere, um den Fokus zu fixieren. So muss ich bei Reportagen und Hochzeitsfotos nicht mehr ins Menü gehen oder meine Finger auf dem Kameragehäuse umpositionieren.

Ich schätze die Qualität der verwendeten Materialien sehr – das gesamte Objektiv vermittelt den Eindruck einer soliden und ausgewogenen Konstruktion. Das Objektiv fühlt sich angenehm an und vermittelt das Gefühl, mit einem hochwertigen Werkzeug zu arbeiten. Dank der Staub- und Feuchtigkeitsdichtungen und der ergonomischen Gestaltung, die Ermüdungserscheinungen minimiert, eignet sich das Objektiv für lange Reportagen unter schwierigen Bedingungen.

Das Gewicht des Objektivs verdient besondere Beachtung – im täglichen Gebrauch ist es deutlich leichter und weniger ermüdend, als man es von einem lichtstarken f/2,8-Zoomobjektiv erwarten würde. Bei längeren Einsätzen belastet es die Hand nicht, was den Komfort erheblich verbessert.

Die versiegelte und robuste Konstruktion vermittelt ein Gefühl der Sicherheit bei wechselnden Wetterbedingungen. Dieses Objektiv können Sie getrost zu Außenaufnahmen oder Hochzeitsfotos mitnehmen, ohne sich Gedanken über Staub, Feuchtigkeit oder starke Beanspruchung machen zu müssen.

Bildqualität in der Praxis

Selbst bei Blende f/2,8 bietet das Objektiv eine sehr gute Schärfe in der Bildmitte, und nach leichtem Schließen der Blende verbessert sich auch die Schärfe an den Rändern deutlich. In der Praxis bedeutet dies uneingeschränkte Einsatzfähigkeit bei Reportagen und Arbeiten unter schwierigen Lichtverhältnissen ohne Qualitätseinbußen.

Der universelle Brennweitenbereich macht 24–70 mm zum „einzigen Objektiv an der Kamera“. Von weitwinkligen Kontextaufnahmen über klassische Reportageaufnahmen bis hin zu Porträts und Details – alles ohne Unterbrechung Ihrer Arbeit zum Objektivwechsel.

Die minimale Fokussierentfernung von ca. 17 cm erweitert Ihre kreativen Möglichkeiten erheblich. So können Sie Details, Lebensmittel und Texturen aus nächster Nähe fotografieren und dabei eine gute Hintergrundtrennung und hohe Schärfe erzielen.

Fotogalerie (zum Vergrößern bitte anklicken)

Für wen ist dieses Objektiv geeignet?

  • Hochzeits- und Eventreportagen (ein Objektiv = die ganze Geschichte).
  • Umgebungsporträt und Lebensstil.
  • Fotografie von Innenräumen, Architektur und Details.
  • Kommerzielle Arbeit, bei der Geschwindigkeit und Vielseitigkeit entscheidend sind.

Nachteile, die es ehrlich zu erwähnen gilt

  • Kein besonders „charakteristischer Look“ wie bei manchen Festbrennweiten.
  • f/2,8 kann f/1,4 bei extrem schlechten Lichtverhältnissen nicht ersetzen.
  • Für manche Nutzer könnte der Preis für ein Zoomobjektiv hoch sein.

Zusammenfassung

Das Sigma 24–70 mm f/2,8 DG DN II Art ist im besten Sinne des Wortes ein Werkzeugobjektiv. Es versucht nicht, sich als Festbrennweitenobjektiv auszugeben oder mit einem beeindruckenden „Look“ zu punkten – stattdessen bietet es Vorhersehbarkeit, Schnelligkeit und absolute Einsatzbereitschaft in jeder Situation.

Bei Tests und Einsätzen unter realen Bedingungen hat sich gezeigt, dass dieses Objektiv an der Kamera angebracht und den ganzen Tag über verwendet werden kann. Dank seines universellen Brennweitenbereichs, seines leisen und schnellen Autofokus, seiner hervorragenden Ergonomie und der geringen Ermüdung der Hand ist dieses Objektiv ein echter Gewinn für die Arbeitseffizienz.

Meine Empfehlung: Wenn Sie auf der Suche nach einem einzigen Objektiv für Reportagen, Hochzeiten, Werbeaufnahmen und Alltagsfotografie sind, ist das Sigma 24–70 mm f/2,8 DG DN II Art eine sichere und bewusste Wahl – ein Werkzeug, das Ihre Möglichkeiten nicht einschränkt und Sie zu keinen Kompromissen zwingt.