Test in der Praxis • LensARTed

Sigma 135 mm f/1,4 DG DN Art

praktischer Feldversuch

Eine kurze Bewertung basierend auf der Verwendung im Alltag: Porträt/Detail/Außenaufnahmen. Keine Tabellen oder Grafiken – nur konkrete Schlussfolgerungen aus den Bildern.

System: Sony E Gehäuse: Sony A7RV und A7 III Testdauer: 3 Wochen Autor: Grzegorz Król – lensarted.com

Warum 135 mm?

135 mm ist eine Brennweite, die zwei Dinge gleichzeitig leistet: Sie sorgt für eine starke Kompression der Ebenen und eine sehr effektive Hintergrundtrennung. In der Praxis bedeutet dies Porträts mit einem „abgetrennten” Hintergrund und großer Detailgenauigkeit – selbst unter weniger kontrollierten Bedingungen.

Zweck des Tests: Überprüfung der Zuverlässigkeit des Autofokus und der Frage, ob das Objektiv ab f/1,4 eine erstklassige Bildqualität liefert, sowie seiner Eignung für Aufnahmen in der Praxis (Porträts, Hochzeiten, Details und gelegentlich Wildtiere).

Voreilige Schlussfolgerungen

  • Bild: Sehr hoher Mikrokontrast und Schärfe (ab f/1,4).
  • Bokeh: weich, „cremig“, ohne scharfe Kanten
  • AF : präzise und stabil, auch bei schwierigen Lichtverhältnissen gute Leistung
  • Gewicht: erfordert bewusste Anstrengung, führt aber zu den gewünschten Ergebnissen.

Ausrüstung im Rahmen

Ein paar Aufnahmen „zum Kontext“: Wie sieht das Kit in der Praxis aus und wie sieht das Objektiv selbst aus?

Sigma 135 mm f/1,4 DG DN Art am Gehäuse – Kit-Maßstab, Balance und Ergonomie im praktischen Einsatz.
Sigma 135 mm f/1,4 DG DN Art – das Objektiv selbst, Konstruktionsdetails und Design (Informationsrahmen).
Sigma 135 mm f/1,4 DG DN Art – das Objektiv selbst, Konstruktionsdetails und Design (Informationsrahmen).
Sigma 135 mm f/1,4 DG DN Art – Objektivfront und Glasskala. Die große Frontlinsengruppe unterstreicht den Charakter und den Verwendungszweck des Objektivs.

Klicken Sie auf das Foto, um es zu vergrößern.

Ergonomie und Verarbeitung

Ich habe das Objektiv mit zwei Kameragehäusen getestet: Sony A7R V und A7 III. In beiden Fällen ist das Gewicht des Sets deutlich spürbar – es ist kein leichtes Objektiv, aber dieses Gewicht wird durch seine sehr hohe Schärfe und die Lichtstärke von f/1,4 gerechtfertigt.

Der Fokusring und der Blendenring lassen sich mit einem deutlichen, klar wahrnehmbaren Klicken bedienen. Selbst ohne den Blick vom Sucher abzuwenden, lassen sich Einstellungen schnell und präzise vornehmen, was bei Hochzeitsreportagen und dynamischer Fotografie entscheidend ist. In solchen Situationen zählen Bruchteile von Sekunden – hier hilft die Ergonomie wirklich dabei, Emotionen und entscheidende Momente einzufangen.

Ein weiterer Vorteil sind die Schalter, mit denen Sie den Klickmodus des Blendenrings ändern und ihn arretieren können. Diese Lösungen zeigen deutlich, dass das Objektiv für die anspruchsvollsten Anwender entwickelt wurde.

Erwähnenswert ist auch der werkseitig montierte Stativring (abnehmbar), der längeres Arbeiten mit schwereren Geräten erleichtert.

Ich schätze die Qualität der verwendeten Materialien sehr – das Ganze vermittelt den Eindruck einer soliden und ausgewogenen Konstruktion. Das Objektiv fühlt sich angenehm an und vermittelt das Gefühl, mit einem hochwertigen Werkzeug zu arbeiten.

Bei dynamischen Aufnahmen ermöglicht das Sigma 135 mm f/1,4 nicht nur eine effektive Verfolgung Ihres Motivs, sondern auch eine ästhetische Unschärfe des einheitlichen Hintergrunds, die beim Fotografieren von Vögeln im Flug im vertikalen Bildausschnitt deutlich sichtbar ist.

Bildqualität in der Praxis

Mit harten, skulpturalen Formen und architektonischen Hintergründen zeigt das Sigma 135 mm f/1,4 eine hohe Schärfe und gute Trennung, aber sein wahres Wesen offenbart es erst bei der Arbeit mit weichen Motiven und Licht, wo Fokusübergänge und Bokeh entscheidend sind.

135 mm ermöglicht auch eine präzise Bildgestaltung von Architektur- und Industriemotiven und bietet eine hohe Schärfe und klare Kompression der Ebenen. Bei solchen Aufnahmen ist die Lichtstärke von f/1,4 nicht entscheidend, aber die optische Qualität bleibt sehr hoch.

Obwohl ein Objektiv mit einer Brennweite von 135 mm hauptsächlich mit Porträtfotografie in Verbindung gebracht wird, eignet es sich in der Praxis auch sehr gut für dynamische Szenen. Bei einer Blende von f/1,4 konnte der Autofokus einen fliegenden Vogel zuverlässig verfolgen, und der Hintergrund wurde trotz seiner Komplexität ästhetisch unscharf dargestellt.

Fotogalerie (zum Vergrößern bitte anklicken)

Für wen ist dieses Objektiv geeignet?

  • Porträt (im Freien / Hochzeit / Backstage)
  • Details und „Kompression“ im Rahmen
  • Fotografie aus der Ferne (Straßen-/Tierfotografie in einer leichten Version)

Nachteile, die es ehrlich zu erwähnen gilt

  • Gewicht und Abmessungen (bei Dauerbetrieb)
  • Benötigt Platz (135 mm beengte Innenräume = eingeschränkte Einsatzmöglichkeiten für die Berichterstattung)
  • Abhängigkeit von Körperstabilisierung und Technik

Zusammenfassung

Ein einzigartiges Objektiv, hervorragende Hintergrundtrennung, weiches Bokeh, hell und unglaublich scharf, perfekt optimiert für Porträt- und Hochzeitsfotografie, mit nur einem Nachteil – es ist etwas schwer, was bedeutet, dass man bei längeren Aufnahmen im Voraus planen muss. Angesichts der Qualität des Endergebnisses lohnt sich der Kauf auf jeden Fall für alle, die sich mit Porträt-, Hochzeits- und allgemeiner Reportagefotografie beschäftigen.

Meine kurze Empfehlung: Wenn Sie Wert auf Porträts und Details mit starker Hintergrundabtrennung legen, ist das Sigma 135 mm f/1,4 ein Werkzeug, das Ihnen ohne großen Aufwand „Premium-Bilder“ liefert – vorausgesetzt, Sie akzeptieren sein Gewicht und seinen Arbeitsabstand.